Für uns Autofahrer heißt es wohl leise „Servus und Auf Wiedersehen“ zu unseren vierrädrigen Geschossen und teilweise „Drecksschleudern“ zu sagen, wenn es zumindest laut aktuellen Medienberichten geht. Dort liest man jetzt schon die ganze Zeit über diverse Fahrverbote und sogenannte Umweltzonen zu Gunsten der Luftqualität. Die Feinstaubbelastung ist in den Ballungszentren weit übers Limit geschossen und nun sorgen sich Mediziner sowie Autofahrerklubs um das Wohl unserer Umwelt, ist ja schön und gut,
doch wer muss zum Schluss in den sauren Apfel beißen? Die Industrie? Der Schwerverkehr? Ich bin ja kein Fan von so sauren Äpfeln, habe es
lieber süß und gaumenfreundlich, doch ich befürchte, dass schon alsbald wieder der Steuerzahler und Berufspendler herhalten muss, wenn es um politisch inkorrekte und lachhafte Entscheidungen gehen wird.
Da stoßt mir jetzt schon wieder dieser grausige, imaginäre, saure Apfel brutal übel rauf, ist ja förmlich zum Kotzen diese ganze Thematik, meine Magensäure blubbert ja jetzt schon wieder massiv gen Richtung Kehlkopf.
Aber es ist auch wieder interessant anzusehen, wie inkompetent unsere Regierung mit diesem Thema umgeht. Ich bin sicher, dass einige im Parlament mit dem Wörterbuch in der Hand nach dem Begriff „Inversionswetterlage“ suchen werden. Tolles Fremdwort, genauso wie „Proporz“.
Für die Herren und Frauen Politiker wird das Wort Schuldenbremse eh was ganz neues sein, doch für uns Arbeiter und Angestellte ist dies schon lange eine vertraute Sache. Die meisten Österreicher befinden sich schon längst im Schuldenstatus und sparen sowieso Monat für Monat so viel es nur geht. Bei einem durchschnittlichen Nettogehalt von 1.300 Euro braucht mir in meinem Lande kein Politiker etwas vom Sparen weismachen wollen. Naturalien, Sprit, Versicherungen, Miete, andere Ausgaben des täglichen Bedarfs und wenn es gut geht noch ein bisschen was für die allgemeine Lebensqualität, aber dann ist schon wieder Schluss mit lustig und die Bank schließt wieder bis zum nächsten Gehalt.
Sorgen, die sich die Politiker nicht machen müssen. Sitzen im Parlament, werden verwöhnt von diversen Buffetschmankerln, haben oft Chauffeure, verdienen sich mit Lobbyistenjobs ein feines „Körberlgeld“ dazu, ja so ein Leben als Staatsmann würde ich mir auch gefallen lassen.
Und unter der Hand geht sich sicher auch noch das eine oder andere kleine „Geschäftl“ aus. Zum Thema politische Entscheidungen, na ja, heutzutage muss man generell nur öffentlich kundtun, dass man einige Ideen für die Zukunft des Landes hätte, diese aber noch von einer Expertentruppe genau analysiert werden. Wie lange das dauert? Hm, oft bis zur nächsten Wahlrunde.
Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, warum man als angehender Politiker überhaupt ein abgeschlossenes Wirtschaftsstudium oder andere Ausbildung (hängt natürlich davon ab, ob man Regional- oder Staatspolitiker ist oder man einfach nur gut Tennis spielen kann) benötigt, wenn der Metzger bei mir um die Ecke weitaus bessere Ideen für unser Land hätte als unser Kanzler. Und es ist auch so, dass alle es besser wissen und machen könnten als die heimischen Politiker.
Was uns wirklich helfen würde, wäre, wenn unsere politische Elitetruppe endlich einen Stopp für Spekulationen
auf Sprit und Nahrungsmitteln installieren würde. Doch nachdem sogar unser EU-Umweltminister kein Problem in gentechnisch veränderten Weizen und Co. sieht, sehe ich generell etwas schwarz für eine wohlige Zukunft ohne Schulden und Umweltlasten.
Nicht umsonst bittet der Tod um einen letzten Tanz, dem „Dance of Death“.

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